
Die Impfsaison 2026/27 beginnt, und in diesem Jahr lohnt ein genauer Blick auf die Empfehlungen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Empfehlung zur COVID-19-Impfung im Juli 2026 grundlegend neu gefasst, während die Grippeimpfung für viele Beschäftigtengruppen ausdrücklich empfohlen bleibt. Für Arbeitgeber stellen sich damit drei Fragen: Welche Beschäftigten sollten geimpft werden, wann ist der richtige Zeitpunkt, und wie lässt sich eine Impfaktion im Betrieb mit wenig Aufwand organisieren? Dieser Beitrag beantwortet alle drei.
Mit ihrem Beschluss vom 9. Juli 2026 (Epidemiologisches Bulletin 28/2026) hat die STIKO die COVID-19-Impfempfehlung an die heutige Lage angepasst. Sie begründet das mit mehreren Entwicklungen: Der Großteil der erwachsenen Bevölkerung verfügt über eine hybride Immunität aus Impfungen und durchgemachten Infektionen. Schwere Verläufe, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle betreffen inzwischen vorrangig Menschen ab 75 Jahren. Und COVID-19 folgt mittlerweile einem saisonalen Verlauf mit Beginn im Spätsommer oder Frühherbst.
Daraus ergeben sich zwei zentrale Änderungen. Erstens entfällt die Empfehlung, eine Basisimmunität von mindestens drei Antigenkontakten aufzubauen. Zweitens richtet sich die jährliche Auffrischimpfung jetzt gezielt an bestimmte Gruppen. Für Unternehmen sind vor allem diese relevant:
Darüber hinaus gilt die Empfehlung für Personen ab 75 Jahren, für Menschen mit Grunderkrankungen wie chronischen Herz-, Lungen-, Leber- oder Nierenerkrankungen, Diabetes, Adipositas ab einem BMI von 30 oder Immunschwäche, für Bewohnende von Pflegeeinrichtungen und für Schwangere mit Grunderkrankung oder Schwangerschaftskomplikationen ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel.
Geimpft wird einmal pro Saison mit einem zugelassenen mRNA- oder proteinbasierten Impfstoff, der an die von WHO oder EMA empfohlene Virusvariante angepasst ist. Bevorzugter Zeitpunkt ist der Beginn der Saison im Spätsommer oder Frühherbst; versäumte Impfungen können während der Saison nachgeholt werden.
Für Ihren Betrieb heißt das: Eine COVID-19-Impfung ist nicht mehr für die gesamte Belegschaft angezeigt, sondern gezielt für Beschäftigte mit Vorerkrankungen, für Teams in Pflege und Medizin und für enge Kontaktpersonen von Risikopersonen. Genau diese Gruppen lassen sich bei einer betrieblichen Aktion unkompliziert mitversorgen.
Bei der Influenza bleibt die Empfehlung breit. Für Unternehmen besonders relevant empfiehlt die STIKO die jährliche Impfung für:
Darüber hinaus gilt die Empfehlung für alle Personen ab 60 Jahren, für Menschen mit chronischen Grunderkrankungen etwa der Atemwege, des Herzens, der Nieren oder mit Diabetes, für Bewohnende von Alters- und Pflegeheimen und für Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, bei Grunderkrankung ab dem ersten.
Für Personen ab 60 Jahren empfiehlt die STIKO seit der Saison 2025/26 einen Hochdosis-Impfstoff oder einen MF59-adjuvantierten Impfstoff. Beide gelten als gleichwertig und zeigen in dieser Altersgruppe eine etwas bessere Wirksamkeit als Standardimpfstoffe.
Der richtige Zeitpunkt liegt zwischen Oktober und Mitte Dezember. Nach der Impfung dauert es 10 bis 14 Tage, bis der Schutz vollständig aufgebaut ist. Wer die Aktion für Oktober oder November plant, ist damit rechtzeitig geschützt, bevor die Grippewelle nach dem Jahreswechsel ihren Höhepunkt erreicht.
Die saisonale Influenza gehört Jahr für Jahr zu den größten vermeidbaren Ursachen für Arbeitsausfälle. In starken Wellen führt sie in Deutschland zu drei bis sieben Millionen zusätzlichen Krankschreibungen. Studien zeigen für geimpfte Beschäftigte 30 bis 50 Prozent weniger influenzabedingte Krankheitstage.
Der Effekt reicht über die einzelne Person hinaus: Wer nicht erkrankt, steckt auch Kolleginnen und Kollegen nicht an. Gerade in Teams mit engem Kontakt, in Schichtbetrieben oder im Kundendienst verhindert eine hohe Impfquote, dass sich Ausfälle kettenartig ausbreiten. Hinzu kommt der Präsentismus: Wer krank zur Arbeit kommt, arbeitet weniger konzentriert und gefährdet andere.
Entscheidend für den Nutzen ist die Teilnahme. Findet die Impfung direkt im Betrieb statt, entfallen Wege und Wartezeiten in der Praxis. Unternehmen erreichen so erfahrungsgemäß Impfquoten von 50 bis 70 Prozent in der eigenen Belegschaft. Gleichzeitig ist das Angebot ein sichtbares Zeichen der Fürsorge, das Beschäftigte wahrnehmen.
Grippe- und COVID-19-Impfung können am selben Tag verabreicht werden, jeweils in einen anderen Arm. Für Unternehmen ist das praktisch: Ein einziger Aktionstag deckt beide Impfungen ab. Beschäftigte, für die nur die Grippeimpfung in Frage kommt, und solche, die zusätzlich die COVID-19-Auffrischung erhalten sollen, lassen sich in denselben Ablauf einplanen. Das ärztliche Aufklärungsgespräch klärt individuell, welche Impfung für wen sinnvoll ist.
Betriebliche Grippe- und COVID-19-Impfungen sind ein freiwilliges Angebot. Sie lösen keine Pflichtvorsorge nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) aus, und niemand muss teilnehmen. Nach § 6 Abs. 2 ArbMedVV sind Impfungen zudem anzubieten, soweit das Infektionsrisiko tätigkeitsbedingt und im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung erhöht ist, etwa im Gesundheitswesen.
Beim Datenschutz gilt die ärztliche Schweigepflicht. Die Impfung wird im Impfausweis oder über eine Ersatzbescheinigung dokumentiert. Der Arbeitgeber erfährt keine Gesundheitsdaten einzelner Beschäftigter; er erhält lediglich einen Aktionsbericht mit der Zahl der Impfungen und der erreichten Impfquote.
Zur Planung eine Faustregel: Bei bis zu 12 Impfungen pro Stunde versorgen wir an einem Vormittag von vier Stunden rund 48 Beschäftigte. Vor Ort benötigen wir lediglich einen von außen nicht einsehbaren Raum mit einem Tisch und zwei Stühlen, damit die Gespräche vertraulich bleiben. Ihre Betriebsabläufe laufen weitgehend ungestört weiter.
Planen Sie drei bis sechs Wochen ein. In dieser Zeit werden die Impfstoffe bestellt, der Einsatz der Betriebsärztin oder des Betriebsarztes eingeplant und die Einladungen verschickt. Für eine Aktion im Oktober oder November sollten Sie deshalb jetzt anfragen.
Nein. Die Impfung ist freiwillig. Sie entscheiden als Arbeitgeber, das Angebot zu machen; die Beschäftigten entscheiden, ob sie es nutzen.
Häufig sind eine Druckempfindlichkeit an der Einstichstelle, leichte Müdigkeit für 24 bis 48 Stunden und gelegentlich leichte Kopfschmerzen. Schwere Reaktionen sind sehr selten. Bei akuter fieberhafter Erkrankung wird die Impfung verschoben.
In der Impfsaison 2026/27 gilt unser Frühbucherpreis von 30 € je Grippe- oder COVID-19-Impfung zuzüglich der betriebsärztlichen Einsatzzeit, solange Impfstoff verfügbar ist und die Aktion noch in diesem Jahr stattfindet.
Wer seine Impfaktion frühzeitig plant, erhält unseren Frühbucherpreis: 30 € je Impfung für Grippe und COVID-19, zuzüglich der betriebsärztlichen Einsatzzeit. Das Angebot gilt, solange Impfstoff verfügbar ist und die Impfaktion noch in diesem Jahr stattfindet. Auf Wunsch richten wir eine Online-Buchungsplattform ein, über die sich Ihre Beschäftigten selbst einen Termin buchen; alternativ planen Sie die Termine selbst.
Nennen Sie uns über das Formular für Impfaktionen die ungefähre Zahl der Impfwilligen und einen passenden Zeitraum. Sie erhalten ein Angebot mit konkreten Terminvorschlägen. Weitere Informationen zu allen betrieblichen Impfungen finden Sie auf unserer Seite Impfungen im Betrieb.
Die IAAI Arbeitssicherheit GmbH organisiert Grippe- und COVID-19-Impfaktionen direkt in Ihrem Betrieb, auf Wunsch mit Online-Buchungsplattform für Ihre Beschäftigten.
Jetzt Impfaktion zum Frühbucherpreis anfragen.
Impfaktion anfragenRechtsstand: September 2026 (STIKO-Beschluss zur COVID-19-Impfempfehlung vom 9. Juli 2026, RKI-Impfempfehlung Influenza mit Stand 10.09.2026). Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung.
