Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit vor Ort
Cottbus ist mit rund 100.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Brandenburgs und das wirtschaftliche Zentrum der Lausitz. Knapp 49.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeiten im Stadtgebiet – traditionell in Energieerzeugung und Bergbau, zunehmend aber auch in Forschung, Bahninstandhaltung und Universitätsmedizin. Die IAAI Arbeitssicherheit GmbH betreut Unternehmen vom Tagebaurand bis in die Innenstadt mit verbindlicher Terminzusage innerhalb von 14 Tagen.
14-Tage-Termin anfragenDie Wirtschaftsstruktur von Cottbus befindet sich im tiefgreifenden Wandel. Mit dem Kohleausstiegsgesetz und dem Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen fließen bis 2038 mehrere Milliarden Euro Bundesmittel in die Lausitz, ein erheblicher Teil davon nach Cottbus. Während Tagebau- und Kraftwerksbetrieb in der Region noch mehrere tausend Menschen beschäftigen, entstehen parallel neue Ankerprojekte: ein großes Bahninstandhaltungswerk im Stadtgebiet, ein Wissenschafts- und Innovationspark sowie der Ausbau der Universitätsmedizin am Schwerpunktklinikum der Stadt.
Die Brandenburgische Technische Universität mit rund 7.000 Studierenden und mehr als 1.500 Beschäftigten ist der größte Bildungsarbeitgeber der Region. Das Schwerpunktklinikum mit über 2.500 Mitarbeitern ist seit dem 1. Juli 2024 in Trägerschaft des Landes Brandenburg und Teil der staatlichen Medizinischen Universität Lausitz. Weitere prägende Arbeitgeber sind die kommunalen Stadtwerke, mehrere Gesundheitsdienstleister und Pflegeeinrichtungen sowie ein dichtes Netz von Logistikbetrieben entlang der A15.
Aus dieser Mischung leiten sich klare arbeitsmedizinische Profile ab. In der Energie- und Bergbauwirtschaft dominieren die Vorsorgen Lärm (ehemals G20), Staubexposition mit Quarzanteil (ehemals G1.1 bis G1.4) und Atemschutz (ehemals G26) sowie die Eignungsuntersuchung bei Absturzgefahr an Förderbrücken (ehemals G41). Das künftige Bahnwerk wird Eignungsuntersuchungen für Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten (ehemals G25) sowie Pflichtvorsorgen zu Lärm (ehemals G20) und Hautgefährdung durch Reinigungs- und Schmierstoffe (ehemals G24) erfordern. Im Klinikum und in den Pflegeeinrichtungen stehen die Vorsorgen Infektionsgefährdung (ehemals G42) und Hautgefährdung (ehemals G24) sowie psychische Belastungsanalysen nach § 5 ArbSchG im Vordergrund. Hochschulen und Forschungseinrichtungen benötigen ein hohes Volumen an Angebotsvorsorgen Bildschirmarbeit (ehemals G37) sowie Laborvorsorgen nach Anhang Teil 2 ArbMedVV.

Die Berufsgenossenschaftslandschaft ist breit gefächert. Für Tagebau und Kraftwerksbereich ist die BG RCI zuständig, für metallverarbeitende Betriebe und das Bahnwerk die BG ETEM beziehungsweise die Unfallversicherung Bund und Bahn, für Klinikum und Pflegeeinrichtungen die BGW, für die Baubranche entlang der Strukturwandelprojekte die BG BAU. Verwaltungs- und Hochschulbereiche sind über die Unfallkasse Brandenburg abgesichert.
Die typischen Berufskrankheiten spiegeln die industrielle Vergangenheit wider: Lärmschwerhörigkeit BK 2301 gehört im Lausitzer Revier zu den häufigsten anerkannten Fällen, gefolgt von Hauterkrankungen BK 5101 in pflegerischen Tätigkeiten und Lendenwirbelsäulen-Erkrankungen BK 2108 im Bau- und Bergbaubereich. Mit dem Strukturwandel verschiebt sich das Risikoprofil hin zu psychischen Belastungen, Bildschirmarbeit und Ergonomie im Werksneubau.
Arbeitgeber unterliegen dem bundeseinheitlichen Rahmen aus ASiG, ArbSchG, ArbMedVV und DGUV Vorschrift 2. Staatliche Aufsicht ist das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) Brandenburg, regional zuständig ist die Abteilung Arbeitsschutz im Regionalbereich Süd mit Dienstsitz in Cottbus. Sie kontrolliert Gefährdungsbeurteilungen, Vorsorgekarteien nach § 3 ArbMedVV und die korrekte Bestellung von Betriebsarzt und Sifa. Seit Inkrafttreten der AMR 3.4 ist die telemedizinische Vorsorge unter definierten Voraussetzungen anerkannt – ein Vorteil, der in der flächenmäßig großen Lausitz Anfahrtswege erheblich reduziert.

Die IAAI Arbeitssicherheit GmbH erfüllt das vollständige Pflicht-Portfolio nach DGUV Vorschrift 2: Grundbetreuung mit fester Einsatzzeit je Beschäftigtem, betriebsspezifische Betreuung nach Aufgabenkatalog und vollständige arbeitsmedizinische Vorsorge nach ArbMedVV. Zum Standardspektrum gehören Pflicht- und Angebotsvorsorgen zu Lärm (ehemals G20), Hautgefährdung (ehemals G24), Atemschutz (ehemals G26), Bildschirmarbeit (ehemals G37), Infektionsgefährdung (ehemals G42) und Muskel-Skelett-Belastungen (ehemals G46) sowie Eignungsuntersuchungen für Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten (ehemals G25) und bei Absturzgefahr (ehemals G41) sowie Sondervorsorgen wie Quarzstaub- und Asbestnachsorge, die in der Lausitz historisch bedingt relevant bleiben.
Ab 30 Beschäftigten kommen unsere mobilen Vorsorge-Einheiten direkt ins Werk, ins Logistikzentrum oder ins Verwaltungsgebäude. Erstkontakt, Bestellung des Betriebsarztes und erste Begehung erfolgen verbindlich innerhalb von 14 Tagen ab Auftragsbestätigung.
Innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsabschluss – bei akutem Bedarf, etwa für Neueinstellungen mit Eignungsuntersuchung für Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten (ehemals G25), oft schon nach 5 Werktagen.
Vorsorgen zu Staub (ehemals G1.1/G1.2), Quarz (ehemals G1.4), Lärm (ehemals G20) und Atemschutz (ehemals G26), Eignungsuntersuchungen bei Absturzgefahr (ehemals G41) und für Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten mit Großfahrzeugen (ehemals G25). Zusätzlich gilt eine nachgehende Vorsorge für ehemals exponierte Beschäftigte nach Stilllegung von Anlagen.
Die Kosten richten sich nach Beschäftigtenzahl, Branchenrisikogruppe und Betreuungsumfang. Wir erstellen ein transparentes Angebot nach DGUV-V2-Berechnungslogik.
BG RCI für Tagebau und Kraftwerke, BG ETEM für Energietechnik, Unfallversicherung Bund und Bahn für Bahnwerke, BGW für Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, BG BAU für Strukturwandel-Bauprojekte, VBG für Verwaltung und Dienstleistung.
G25-UntersuchungG37-UntersuchungG41-UntersuchungG42-UntersuchungG26-UntersuchungG20-UntersuchungG24-UntersuchungG35-UntersuchungG46-UntersuchungG40-UntersuchungG39-UntersuchungG30-UntersuchungEinstellungsuntersuchung