Vorsorge-Rechner: Welche Vorsorge braucht Ihr Betrieb?

IAAI Arbeitsmedizin · Fristen nach AMR 2.1 · Rechtsstand September 2026

Welche arbeitsmedizinische Vorsorge brauchen Ihre Beschäftigten? Wählen Sie die Tätigkeiten und Belastungen in Ihrem Betrieb aus und sehen Sie sofort, welche Pflicht-, Angebots- und nachgehende Vorsorge nach ArbMedVV gilt, jeweils mit den Fristen nach AMR 2.1. Das Ergebnis erhalten Sie auf Wunsch als IAAI-PDF.

Hinweis: Der Rechner gibt eine unverbindliche Orientierung. Maßgeblich sind Ihre Gefährdungsbeurteilung und die Beratung durch Ihre Betriebsärztin oder Ihren Betriebsarzt. Rechtsgrundlagen: ArbMedVV mit Anhang, AMR 2.1 und Arbeitszeitgesetz, Stand September 2026.

Pflicht-, Angebots- und Wunschvorsorge im Überblick

Die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) legt in ihrem Anhang fest, bei welchen Tätigkeiten Arbeitgeber Vorsorge veranlassen oder anbieten müssen. Welche Stufe gilt, hängt von der Gefährdungsbeurteilung ab, zum Beispiel davon, ob beim Lärm 80 oder 85 dB(A) erreicht werden.

Fristen nach AMR 2.1

Die erste Vorsorge findet innerhalb von drei Monaten vor Aufnahme der Tätigkeit statt. Die zweite folgt spätestens nach 6 Monaten bei sensibilisierenden Stoffen, sensibilisierenden oder toxischen Biostoffen und Feuchtarbeit, nach 24 Monaten bei Tätigkeiten in Tropen und Subtropen und nach 12 Monaten bei allen übrigen Anlässen. Danach gilt spätestens alle 36 Monate.

Häufige Fragen zur arbeitsmedizinischen Vorsorge

Welche Vorsorge ist für Büroarbeitsplätze vorgeschrieben?

Für Tätigkeiten an Bildschirmgeräten muss der Arbeitgeber Angebotsvorsorge anbieten. Sie umfasst eine Untersuchung der Augen und des Sehvermögens. Ist eine spezielle Bildschirmbrille nötig, stellt sie der Arbeitgeber.

Wie oft muss man zur arbeitsmedizinischen Vorsorge?

Nach AMR 2.1 findet die zweite Vorsorge je nach Anlass nach 6, 12 oder 24 Monaten statt, jede weitere spätestens nach 36 Monaten.

Ist die Vorsorge eine Eignungsuntersuchung?

Nein. Arbeitsmedizinische Vorsorge dient der Aufklärung und Beratung der Beschäftigten. Eignungsuntersuchungen, etwa für Staplerfahrer oder Arbeiten mit Absturzgefahr, brauchen eine eigene Rechtsgrundlage oder Vereinbarung und sind getrennt zu halten.

Wer trägt die Kosten?

Die Kosten der arbeitsmedizinischen Vorsorge trägt der Arbeitgeber. Die Vorsorge findet während der Arbeitszeit statt.

Muss der Arbeitgeber die Vorsorge dokumentieren?

Ja. Über Anlass und Termin jeder Pflicht-, Angebots- und Wunschvorsorge ist eine Vorsorgekartei zu führen. Befunde erhält der Arbeitgeber nicht, sie unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht.

Gilt die ArbMedVV auch für Nachtarbeit?

Nachtarbeit regelt das Arbeitszeitgesetz. Nachtarbeitnehmer haben Anspruch auf eine Untersuchung vor Beginn der Beschäftigung, danach alle drei Jahre und ab dem 50. Lebensjahr jährlich.

Vorsorgebedarf steht fest. Wer führt die Vorsorge durch?

Die IAAI organisiert arbeitsmedizinische Vorsorge bundesweit, vor Ort im Betrieb oder an unseren Standorten, und dokumentiert sie in der Vorsorgekartei im Kundenportal.

Passend dazu: DGUV-V2-Rechner und das Lexikon der Vorsorgeanlässe – oder direkt ein unverbindliches Angebot anfordern.

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